Bloßgestellt im Netz
Geschrieben von: Anke Rensch   
Sonntag, den 05. Juli 2015 um 09:33 Uhr

Klasse 6 / 7

 

Am 24. Juni 2015 kam es zu einem ernsten Mobbingfall an unserer Schule – nicht tatsächlich, sondern in einem angeleiteten Planspiel, an dem die Schüler der Klasse 6/7 einen ganzen Vormittag teilnahmen, um ihre Empathiefähigkeit zu schulen und Lösungsansätze in Mobbingsituationen zu finden. 

  

 

 

Unter der Rahmengeschichte „Bloßgestellt im Netz“ erhielten die Schüler Gelegenheit in die Rolle des Luk, Bodo oder Fido bzw. in die Rolle der Lehrer, der Eltern oder der Clique zu schlüpfen, um wie im wahren Leben und in Echtzeit das Geschehen nachzuempfinden und in Gesprächen nach Lösungsmöglichkeiten für die nachgestellte Cyber-Mobbing-Situation zu suchen. So bestellten zum Beispiel die besorgten Lehrer Luks Eltern zum Gespräch ein, um von Ihnen zu erfahren, warum Luk in letzter Zeit so zurückhaltend und still im Unterricht ist, während die Clique nicht versteht, warum Luk schreibt, dass er nichts mehr mit ihnen zu tun haben will, obwohl doch Bodo derjenige war, der das peinliche Foto mit den Fanta-Flecken im Schritt bei WhatsApp hochgeladen hat. Reger Gesprächsbedarf bestand in allen beteiligten Gruppen, denn alle waren an einer Lösung interessiert. 

Ins Leben gerufen wurde das Planspiel durch unsere Schulsozialarbeiterin Stefanie Krieg, die unterstützt von zwei weiteren Schulsozialarbeitern sowie mehreren Lehrern der Schillerschule Brühl das Planspiel anleitete, das Geschehen während des Spiels koordinierte und anschließend mit den Schülern reflektierte.

„Wenn mich jemand um Hilfe bittet, dann helfe ich ihm“ war das Abkommen, dem alle einvernehmlich zustimmten und das Ergebnis, das die 27 Schüler der Klasse 6/7 als Klassenvertrag aus dem Vormittag mitnahmen.

 

Danke allen Beteiligten für diese gewinnbringende Unterrichtserfahrung im Rahmen der Gewaltprävention.  

 
© 2008 Schillerschule Brühl | Joomla 1.5 Templates by vonfio.de